Windenergie
Windenergie ist bereits aus dem Altertum bekannt. Mit der Industrialisierung und dem erhöhten Bedarf an Energie wurden die technologischen Prinzipien einer Windmühle zunächst übernommen und später unter Hinzuziehung der Strömungsmechanik weiter entwickelt. Heute spricht man daher von Windkraftanlagen, die mit den alten Windmühlen nur noch gemein haben, dass sie durch den Wind angetrieben werden.
Es wird davon ausgegangen, dass Wind neben Wasser eine der billigsten Formen der Energiegewinnung ist.
Faktisch ist Wind überall vorhanden und so besteht der große Vorteil der entsprechenden Anlagen darin, dass sie auch überall errichtet werden können und zwar unabhängig von Klimazone, Land oder Wasser und auch innerhalb der verschiedenen Landformen.
Was in Bezug auf Nutzung alles möglich ist, zeigt das spektakuläre Projekt des Bahrain Word Trade Centers, bei dem drei Windgeneratoren zwischen den Türmen des Gebäudes angebracht worden und immerhin in der Lage sind, 10 bis 15 Prozent seines Energiebedarfes zu decken.
Trotzdem gibt es auch bei der Umwandlung der Kraft des Windes in elektrischen Strom Für und Wider.
Die bereits erwähnte weltweite Verfügbarkeit des Windes könnte sich positiv für Länder auswirken, die über keine natürlichen Rohstoffe verfügen und so unabhängig von den bisherigen herkömmlichen Methoden ihren Bedarf decken könnten. Weltweit entstehen immer mehr Windparks.
Außerdem ist die Nutzung des Windes weitestgehend umwelt- und klimaschonend und es bestehen keine Gefahren ähnlich denen eines Atomkraftwerkes.
Als größter Nachteil gilt derzeit die zeitliche Verfügbarkeit der Windkraft und die Leistungsschwankungen in Abhängigkeit von der Windstärke. Auch die Investitionskosten bewegen sich zur Zeit noch in Dimensionen, die den Strom relativ teuer machen. Herkömmliche Kohlekraftwerke sind daher noch in der Lage, billigeren Strom anzubieten.
